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Moment Catcher


Meine kleine Welt - Moment

Lächelnd sah ich neben mich. Endlich war dieser ganze Albtraum vorüber, und hoffentlich würde er auch niemals widerkehren.

Wie wir diese Zeit jetzt schlussendlich gemeistert hatten, konnte ich mir noch immer nur bruchstückhaft zusammenreimen. Und ich verstand auch nicht, wie ich verdient hatte, wie es nun war.

Ich konnte meinen Blick einfach nicht abwenden, so fasziniert war ich von diesem traumhaften Anblick. Dieser selige Anblick, der sich mir bot, die friedliche Ausstrahlung dieses Momentes. Irgendwie kam mir das alles hier noch immer so unwirklich vor. Er kam mir so unwirklich vor. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen, während er so vor sich hinschlummerte. Ich wusste nicht mehr, wie ich vor ihm gelebt hatte. Wie ich in dem Albtraum, den ich davor durchleben musste, eingeschlafen und wieder eingeschlafen war.
Das alles kam mir gerade so unendlich lang her vor.

Im Schlaf drehte er sich leicht in meine Richtung und umschlang mich mit seinen Armen, sodass ich mich automatisch richtig hinlegen musste. Oder wollte. Ich wollte von ihm in den Arm genommen werden. Die ganze Zeit wollte ich schon kuscheln, seine Nähe spüren, einfach nur nah bei ihm sein.

Leicht legte ich meinen Kopf auf seine Brust, sodass ich leise seinen Herzschlag spüren konnte. Es gab nichts, was beruhigender auf mich gewirkt hätte in diesem Moment. Ich wollte nirgendwo anders mit irgendwem anderes sein.

Nur hier mit ihm.

Sachte kuschelte ich mich noch enger an ihn, was er mit einer engeren Umarmung quittierte. Mein verliebtes Seufzen war unaufhaltsam.

Ich liebte ihn und das wusste ich. Gerade dieser Moment mit ihm war so perfekt, wie ich nie einen Moment empfunden hatte.
Ein wenig Furcht kroch in mir hoch, wenn ich an den Augenblick dachte, wo er wieder gehen müsste. Aber den Gedanken verdrängte ich gleich wieder. Er würde ansonsten nur wieder den ganzen Moment zerstörten.

Mein ganz persönlicher perfekter Moment für meine eigene kleine Ewigkeit.

„Ich liebe dich“, flüsterte ich, ehe ich an diesem Abend in seinen Armen einschlief. Drei kleine Worte, doch für mich waren sie gerade die ganze Welt. Er war genau jetzt meine ganze Welt. Eine Welt, die ich mir nie zu hoffen gewagt hatte, und die ich jetzt hatte. Glücklich schlief ich ein.


~Ann-Kathrin Kälberer *Januar 2015~










Zuletzt geändert: 21.05.2017 02:06:05

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