Forever And Ever - I Am Lost Without You


13. Von Tomaten und Kuchen


 

Die Nacht über hatte ich eigentlich so gut wie nur von Gideon geträumt. Wie wir alt werden würden, ohne wirklich zu altern. Diese Vorstellung kam mir schon merkwürdig vor. Doch es hatte auch etwas Schönes. Zumindest hatte dies die Vorstellung in meinen Träumen.

Wie wir Hand in Hand durch unser ewiges Leben gingen. Eine schönere Zukunft konnte es für mich gar nicht geben.

Doch ein Traum machte all meine gute Laune zunichte. Er kam leise zwischendurch und doch ließ er ein großes Chaos zurück. Doch musste ich gestehen, dass ich nicht wirklich sagen konnte, was mein Traum beinhaltet hatte. Ich wusste nur noch, dass es etwas so schreckliches war, was ich niemals wieder träumen wollte.

Zum Glück blieb dieser Traum eine Ausnahme in dieser Nacht und so folgte ihm einer der Träume von Gideon.

 

Während eines dieser wunderschönen Träume wurde ich durch einen heißen Atem auf meiner Haut beim Träumen geweckt.

Langsam öffnete ich meine Augen und sah in die meines Freundes, auf dessen Lippen sich ein Lächeln ausbreitete, welches ich nur erwidern konnte. Es war einfach herrlich, wenn man morgens von der Person geweckt wurde, die man von ganzem Herzen liebte und in deren Gesicht man als erstes am Morgen sehen konnte. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich schön, wenn man wusste, es gab jemanden, der einen liebt, wie man war und immer für einen da war.

„Ich liebe dich“, sagte ich zu ihm, was ihn nur noch mehr zum Strahlen brachte.

„Und du siehst süß und bezaubernd aus, wenn du schläfst. Ich liebe dich auch“, gab er zurück und sofort machte mein Herz wieder einen Hüpfer und von ihm ging ein wohlig warmes Gefühl aus, welches sich in meinem gesamten Körper ausbreitete.

Unsere Gesichter kamen einander immer näher, bis unsere Lippen aufeinander lagen und mein Gehirn sich wieder verabschiedete. Würde sich das jemals ändern? Ich hoffte nicht.

Der Mann brachte mich noch um den Verstand! Obwohl, das hatte er ja bereits vor Jahren geschafft.

Nach einer Weile lösten wir uns langsam wieder und erneut sahen wir uns nur in die Augen. Wie so oft verzauberten mich seine Augen. Sie waren so einzigartig und einfach wunderschön.

Nach etwas längerer Zeit durchbrach ich die Stille, indem ich fragte, wie lange er eigentlich schon wach war.
„Schon eine ganze Weile. Bevor du aufgewacht bist, war ich schon ungefähr eine Stunde wach. Aber es war einfach zu faszinierend, dir beim Schlafen und Träumen zuzusehen.“

Verliebt seufzte er. Er war ja so süß, dass auch ich verliebt seufzen musste. Mir eine Stunde beim Schlafen zuzusehen! Hach…

„Aber wurde das nicht irgendwann langweilig?“, fragte ich vorsichtig. Warum ich plötzlich so eine Vorsicht an den Tag legte, war selbst mir ein Rätsel, aber ich fand mich nicht so interessant, um eine Stunde dazuliegen und mich zu beobachten. Er war da irgendwie viel interessanter…

„Überhaupt nicht!“, antwortete er überrascht. „Du wirst doch nie langweilig! Egal ob du schläfst und dabei meinen Namen murmelst, oder du wach bist und sonst was machst.“

Immer noch sah er mich verliebt an und auch bei seiner Schwärmerei von mir hatte er mich so verträumt angesehen.

„Oh…“, war das einzige, was mir einfiel, was ich nun hätte sagen können. Ich bemerkte, wie mir die Röte ins Gesicht kroch.

Wie interessant doch plötzlich meine Bettdecke war, die ich nun anstarrte, nachdem ich meinen Blick von Gideons Augen gelöst hatte.

„Wie süß du aussiehst, wenn du rot wirst“ Gideons Schmeichelei veranlasste mich, ihn wieder anzusehen. Kaum hatte ich mein Gesicht wieder vollkommen ihm zugewendet, da küsste er mich auch schon wieder. Seufzend gab ich mich vollkommen diesem wunderbaren, berauschenden Kuss hin.

Dieser wurde nach einigen Minuten jedoch von zwei grummelnden Mägen unterbrochen. Wir zogen uns also etwas über, sollte es an der Tür klingeln, und tapsten in unsere Küche.

 

Nach einem Kaffee und ausgiebigen Frühstück, gingen wir duschen und uns anziehen.

Als wir auch dies hinter uns hatten, warteten wir einige Zeit auf unsere Mitfahrgelegenheit – auch bekannt als Limousine der Wächter.

Doch unser schwarzes Ross kam nicht…

Nach langem Warten riefen wir in der Loge an, wo wir auch gleich an Onkel Falk weitergeleitet wurden. Auf die Frage, was los sei, konnte er uns keine Antwort geben, da selbst er keine Ahnung hatte, was falsch gelaufen sein könnte. Nach seinen Informationen, die er erhalten hatte, war die Limo bereits vor längerer Zeit in Temple losgefahren.

Die Wartezeit wurde immer länger und unerträglicher. Wenn die Limousine in einer halben Stunde nicht da wäre, könnten wir unseren Plan, meine Eltern zu besuchen, in den Wind schlagen und wären durch unkontrollierte Sprünge gefährdet.

 

Wir saßen gerade im Esszimmer und warteten immer noch, da sprang Gideon mit den Worten „Mir reicht das jetzt!“, auf und eilte in den Flur zur Garderobe, aus welcher er mit Jacken und Schuhen wiederkehrte.

‚Was hat er denn jetzt wieder vor?‘, fragte ich mich. ‚Er will jetzt doch nicht wirklich…‘

Ich wollte meinen Gedanken gerade fertig denken, da beantwortete mein Freund die gedankliche Frage bereits: „Ich fahre uns!“

‚Super!‘, dachte ich mir nur.
‚Na das kann was werden!‘, war mein darauffolgender Gedanke, denn wenn Gid so aufgebracht war wie jetzt, dann war sein Fahrstil unter aller Kanone.

Dann konnte man froh sein, wenn man einigermaßen heil wieder aus dem Auto kam und „nur“ psychische Schäden davontrug.

Doch mein Schatz ließ sich nicht von seiner Idee abbringen, weshalb ich keine fünf Minuten später bei ihm im Wagen auf dem Beifahrersitz saß und mich anschnallte. Ohne Anschnallgurt wäre dies der reinste Selbstmord gewesen. Da war ich mir sicher.

Auf der Fahrt regte Gideon sich über die Tomatenpfeife namens Mr Marley auf und übersah etliche Male rote Ampeln. Mehrmals hörte man nach so einem Vorfall hinter unserem Wagen Reifenquietschen, gefolgt von lautem Hupen. Ein Mal sah ich in den Rückspiegel an der Seite meiner Tür und sah das totale Chaos.

Autos standen quer und einige Passanten sahen uns erschrocken, wütend oder fassungslos nach.

Nach diesem Bild der Verwüstung verkroch ich mich in meinem Sitz und hoffte, dass dieser Höllentrip bald vorbei sein würde. Von da an traute ich mich nicht mehr, in den Rückspiegel zu sehen.

Irgendwann im Laufe der Fahrt vergrub ich mein Gesicht im meinem Händen, während Gideon sich über alles und jeden aufregte.

Über Marley, die Passanten, die anderen Verkehrsteilnehmer und sogar Falk. Dieser konnte meiner Ansicht nach doch eigentlich überhaupt nichts für die jetzige Situation. Immerhin hatte er alles in seiner Macht stehende versucht, damit wir so schnell wie möglich zum Elapsieren kamen.

Fehlte nur noch, dass er sich auch noch über mich aufregte, weshalb auch immer er dies tun sollte. Meiner Meinung nach war allein die Tomate schuld, denn Marley war es gewesen, der nicht aufgetaucht war, um uns abzuholen und uns somit in große Gefahr brachte.

Ich freute mich jetzt schon auf die Ausrede, die er uns vorlegen würde.

„Gideon, bitte!“, wimmerte ich, als er erneut einigen Autofahrern die Vorfahrt genommen und somit das nächste Verkehrschaos veranstaltet hatte.

Abrupt wurde er langsamer und als ich daraufhin meine Hände vor meinen Augen nahm, sah ich seinen entschuldigenden Gesichtsausdruck.

„Tut mir leid…“, flüsterte er und ich erkannte sofort die Reue die in seiner Stimme lag. Dabei blitzten seine smaragdgrünen Augen, was so super süß aussah.

„Aber ich will doch auch nicht, dass du wegen diesem Feuerlöscher, der nicht einmal Termine einhalten kann, in Gefahr schwebst!“

Ich dachte mir in Gedanken, dass ich vorhin bei seinem rasanten Fahrstil genauso in Gefahr geschwebt hatte, doch behielt es für mich. Ich wollte nicht, dass ihn nun auch noch ein schlechtes Gewissen plagen würde. Er hatte im Moment sowieso schon viel zu viel zu verarbeiten, da wollte ich nicht noch mehr Dinge oben drauf packen.

Zu meinem Glück beruhigte sich mein Freund wieder und ließ es mit der Geschwindigkeit langsamer als vorhin angehen.

Nach einigen Minuten, in denen jeder von uns seinen eigenen Gedanken nachgehangen hatte, waren wir in Temple angekommen, wo wir von einem erleichtert aussehenden Mr George empfangen wurden.

„Um Himmels Willen! Gut, dass ihr endlich heil angekommen seid! Wir haben uns solche Sorgen gemacht!“, begrüßte er uns kurz und hektisch, bevor er uns zu Madame Rossini führte. Sie sollte uns für das Treffen mit meinen Eltern im 20. Jahrhundert einkleiden, denn in unseren normalen Sachen konnten wir nun wirklich nicht auf die Straßen der letzten 100 Jahre.

Zuerst kam ich dran, wobei sich Gideon jedoch nicht erweichen ließ, raus zu gehen und sich deshalb zeitgleich schon mal umkleidete. Er sah einfach mal wieder unglaublich gut aus. Und dabei war es egal, ob er mit oder ohne Oberteil und Hose dastand.

Als ich wieder aus der Umkleidekabine herauskam, da Madame Rossini darauf bestanden hatte, dass ich mich dort umziehen sollte, fiel meinem Freund die Kinnlatte herunter und er starrte mich nun an.

Also so gut sah ich doch nun auch wieder nicht aus, dachte ich mir, doch auch unsere Kostümbildnerin schien entzückt zu sein, denn sie sprach die ganze Zeit beim Schminken davon, wie gut mir das alles stehen würde und so weiter und so fort.

Nach einer gefühlten Ewigkeit entließ sie uns und Gideon, der hinter mir aus dem Raum kam, starrte mich noch immer an.

„Was ist denn los mit dir?“, fragte ich, woraufhin er scheinbar wieder aus einer Art Trance erwachte.
„Ich weiß nicht…Ich überlege gerade, ob ich dich so auf die Straßen des letzten Jahrhunderts lassen soll, Schatz. Dir gucken doch dann alle Jungs und Männer hinterher und ich hätte vielleicht gar keine Chance mehr bei dir…“

Mit jedem Wort, welches über seine Lippen kam, wurde er leiser und vor Scham röter. Ich konnte mal wieder nicht anders, als ihn zu küssen. In den Kuss hinein murmelte ich an seine Lippen ein „Du bist süß!“

Als wir uns wieder lösten, schaute mich Gideon lächelnd, jedoch mit einem Hauch von Unsicherheit an.

„Außerdem müsstest du doch echt langsam wissen, dass dir niemand das Wasser reichen kann! Du bist und bleibst der einzige Mann an meiner Seite“, stellte ich mit einem Lächeln im Gesicht klar und wiederholte damit das, was ich ihm erst gestern und vorgestern versichert hatte. Sofort verschwand die Unsicherheit und ein riesen großes Lächeln blieb übrig.

Ich nahm seine Hand und zog ihn mit mir mit in den Chronographen-Raum, wobei er mir auf dem Weg dorthin immer mal wieder einen Kuss auf die Wange oder auf das Haar drückte und mich dabei immer näher an sich zog. Somit kamen wir beide gutgelaunt in dem alten Raum unter der Erde an, wo uns nur Falk erwartete…

 

„Hey ihr beiden! Beeilt euch, wir wollen ja nicht, dass ihr heute Abend abermals in so einen Nerv tötenden Stau geratet wie gestern.
Oh und sagt meinem Bruder und Lucy alles Gute von mir. Seid mir nur wieder pünktlich zurück!“, gab er uns noch mit auf den Weg, während er zuerst Gideons und dann meinen Finger in den kleinen Schacht am Chronographen führte.

Wieder einmal bohrte sich die Nadel in mein Fleisch und das altbekannte Schwindelgefühl setzte ein. Und schon war ich weg.

In der Vergangenheit angekommen, schien bereits die Glühbirne an der Decke, obwohl Gideon noch direkt neben mir stand. Und dann fiel mir auf, dass wir gar nicht alleine waren. Zwei Gestalten saßen auf dem Sofa, auf welchem ich mit meinem Schatz so viele schöne Stunden verbracht hatte.

„Hallo ihr beiden!“, begrüßte uns die Frau und stand auf. Der Mann neben ihr tat es ihr gleich und legte seinen Arm um die Taille der Frau.

Es kam mir vor, als hätten die beiden nur auf uns gewartet.

 

„Hey Lucy! Guten Tag Paul“, begrüßte Gideon sie. Nun erkannte ich die beiden auch. Durch die spärliche Beleuchtung, die die Lampe spendete, hatte ich nur grob die Umrisse und Züge meiner Eltern erkennen können. Außerdem fiel mir erst jetzt der Kinderwagen neben ihnen auf, in welchem wohl gerade der kleine Will lag.

„Mum! Dad!“, schrie ich begeistert und sprang meinen Eltern in die Arme. Auch mein Begleiter kam einige Schritte näher und wurde von Luce in eine herzliche Umarmung genommen. Paul und er wechselten nur einen Handschlag, aber besser als nichts. Paul klopfte meinem Freund noch auf die Schulter und ich war mir sicher, dass mein Dad meinen Freund immer mehr respektierte und akzeptierte. In den letzten zwei Jahren hatte sich viel zwischen ihnen getan, was mich überglücklich machte. Meine beiden wichtigsten Männer in meinem Leben hatten sich endlich vertragen und hassten sich nicht mehr, sondern konnten miteinander leben. Da wäre wohl jeder so glücklich gewesen, wie ich es nun war.

 

„Was macht ihr denn hier?“, fragte ich meine Eltern, nachdem die Begrüßungsrunde zu Ende war und wir auf Cousine Sofa saßen, ich mich an meinen Prinzen gekuschelt und Mum sich an Dad gelehnt hatte.

„Wieso? Willst du nicht, dass wir hier sind?“ Die Entrüstung in Dads Stimme war nicht zu überhören.

„Was Gwen eigentlich mit ihrer Frage ausdrücken wollte, war, dass wir dachten, ihr wärt bei euch Zuhause. Denn dorthin wollten wir uns jetzt auf den Weg machen, weil wir euch besuchen wollten. Aber das hat sich ja jetzt erübrigt, da ihr hier seid“, erklärte Gid die Lage.

„Ja, wir waren eigentlich auch zu Hause, aber aufgrund eines Zettels, den wir heute Morgen gefunden haben, haben wir uns hier her begeben.“

„Oh…ok… Irgendwie bin ich froh darüber, denn dadurch müssen wir nicht mit einer Kutsche fahren.“ Erleichtert atmete ich aus. Zwar gab es hier nicht mehr allzu viele Kutschen, aber die Autos waren noch nicht so sehr verbreitet, also wurden die etwas veralteten Kutschen als Taxi noch immer eingesetzt. Und außerdem waren diese um einiges kostengünstiger als die neumodischen Autos.

Doch das letzte Mal, als wir mit einer dieser Kutschen gefahren waren, hatte mein Hintern Tage später noch so sehr geschmerzt, dass ich nicht richtig sitzen konnte.

„Wollen wir vielleicht ein wenig raus in die Stadt gehen? Uns in ein Café setzen? Hier drinnen ist es so ungemütlich, wie ich finde“, schlug Paul vor.

Mit meinem Schatz konnte es hier schon recht gemütlich sein, aber für ein Familientreffen war es wirklich ungeeignet. Da musste ich meinem Vater Recht geben.

„Oh ja, Schatz! Demletzt hat doch dieses neues Café eröffnet! Da könnten wir rein. Das soll super gemütlich sein!“

Mum war Feuer und Flamme für dieses Café und man merkte sofort, dass sie sich diesen Vorschlag nicht würde abschlagen lassen. Also stimmten wir zu und ließen uns in besagtes Café schleppen…

 

 

Nach etlichen Kaffees, Kuchenstücken und langen Gesprächen verabschiedeten wir uns von meinen Eltern, die mit meinem Bruder den Heimweg antraten.

Gideon verschränkte seine Finger mit meinen und so machten wir uns händchenhaltend auf den Rückweg nach Temple, was nur einige Straßen von unserem momentanen Standpunkt entfernt war.

Als ich im ehemaligen Alchemie-Labor auf meine Uhr sah, bemerkte ich, dass wir noch einige Minuten Zeit hatten. Und ich wusste auch schon genau, wie wir diese gestallten würden…

 

Atemlos löste sich Gideon von mir und gab mir schnell mit einer Andeutung auf die Uhr zu verstehen, dass der Rücksprung kurz bevor stand. Ich kämmte mir also noch schnell meine Haare und auch Gid versuchte zu retten, was noch zu retten war. Wir hatten doch nur ein bisschen herumgeknutscht und doch sahen wir aus, als wären wir Stunden – ja beinahe schon Tage – lang im sogenannten Heuhaufen gewesen.

Ich gab Gideon noch schnell einen Kuss auf die Wange und kurz darauf verstand er in weißem Licht. Mein Rücksprung ließ ein wenig auf sich warten, denn ich war immerhin auch etwas später als mein Freund gesprungen.

Plötzlich bemerkte auch ich das Schwindelgefühl und ein roter Schimmer erleuchtete den Raum, bevor ich zurück in meine normale Zeit katapultiert wurde…

Dort angekommen, hatte ich meine Augen geschlossen und das erste, was ich hörte, war Gideon, der rief: „Das werdet ihr nicht! Nicht meine Gwenny! Nein, Gwenny! Renn weg! Schnell, sie dürfen dich nicht bekommen!“

Und plötzlich herrschte wieder Ruhe. Ich bemerkte, dass ich nun wieder voll materialisiert da stand und schlug schnell meine Augen wieder auf. Was ich nun sah, ließ mich erstarren.

Falk lag mit Mr George gefesselt und geknebelt am Boden und neben ihnen stand ein stämmiger Mann, den ich irgendwo her kannte. Er drückte Gideon ein Tuch auf Mund und Nase und mein Freund schien bereits ohne Bewusstsein zu sein, denn er hing nur noch in den Armen des kräftigen Kerls und hatte seine Augen geschlossen.

 

Auf einmal ging die Tür auf und eine Person betrat den Raum. Ich konnte nicht erkennen, wer es war, doch wusste ich, dass er mir nicht helfen würde, denn eine Strumpfmaske verdeckte sein Gesicht.

Langsam kam er näher auf mich zu und mit jedem Schritt, den er in meine Richtung machte, trat ich einen zurück.
Zumindest solange, bis ich mit meinem Rücken gegen die Wand stieß.

„Scheiße“, murmelte ich, was diesen Typen vor mir nur siegessicher grinsen ließ. Dies konnte man selbst durch die Maske erkennen.

Plötzlich schlug etwas Hartes auf meinen Schädel und ich dachte nur noch: ‚Mist, ich hab den Komplizen vergessen…‘

Den anderen, der mir zuvor noch so bekannt vorkam, konnte ich nun auch einordnen. Er war einer der beiden Mörder gewesen, die bei uns in unserer Wohnung gewesen waren. Damit hing das also alles zusammen.

Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf wurde alles schwarz und ich verlor mein Bewusstsein...








Zuletzt geändert: 14.11.2016 21:22:05

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