Kurztexte



Verwirrend


Ich liege auf meinem Bett und starre die Decke an. Starre sie in Grund und Boden.
Versuche an ihr meine schlechte Laune abzulassen, doch sie gibt kein Kontra.
Nicht wirklich produktiv.
Ich weiß nicht einmal wieso ich so schlechte Laune habe, aber trotzdem mache ich sie für alles verantwortlich.
Für alles und jeden.
Dabei kann sie doch gar nichts dafür.
Ich weiß. Das ist leicht verwirrend, aber so bin ich nun mal.
Verwirrend.
Und deshalb starre ich nun auch die Decke an.
So lange, bis ich von der Müdigkeit übermannt werde, mir die Augen zufallen und ich in das Land der Träume mitgenommen werde.
Hier gibt es Leute, die ich beschuldigen kann. Die mir Kontra geben und mit denen ich mich so lange streiten kann, wie ich will. So lange, bis alles runterziehende draußen ist.
So lange, bis ich wieder aufwache und mit der Realität konfrontiert werde.
Doch durch die Träume des Streits bin ich ausgeglichener als am Abend zuvor und nichts kann mich runterziehen.
Bis ich am Abend wieder in meinem Bett liege und die Decke anstarre.
Aber so bin ich nun mal.
Kann man wirklich nichts machen.
Ich weiß – Verwirrend.

~Ann-Kathrin Kälberer*2013~





























































Zuletzt geändert: 22.05.2017 09:59:05

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