Kurztexte



Teufel/Engel

Und ich bin ehrlich mit mir selbst.
Es hat keinen Sinn.
Absolut keinen Sinn.
Egal, wer es bisher war.
Am Ende hab ich sie doch alle zerstört, aus Angst, dass sie mich zerstören.
War nie ganz ich.
Ach, doch, einmal… Aber ist ja auch egal, nicht wahr?
„Einmal ist keinmal.“
Keinmal, bei dem ich bis kurz vor dem Schluss ich, doch am Ende nichts mehr war.
Und danach war nichts mehr wie zuvor.
Vielleicht hab ich mich bei diesem Keinmal verloren.

Vielleicht ist es doch nicht egal…

 

Doch es tut mir leid.
Alles.
Dass ich sie zerstöre, ohne Emotionen zu zeigen - einen nach dem anderen.
Aber ich kann das nicht anders.
Wenn ich nicht ich sein kann, was bringt das Ganze dann?
Eben.
Nichts.
Und so bin ich nun ehrlich mit mir selbst.
Das wird nichts mehr.
Nicht mehr, was länger funktionieren könnte.
Bin eine Zeitbombe, die jeden Moment hochgehen könnte.
Und dann bin ich weg.
Einfach weg.
Bin kein Beziehungstyp, kein Beziehungsmensch.

Eher der Typ von Mädchen, das gerne alleine ist.
Das niemanden ständig und überall sehen will.
Ein Mädchen, das sich auf jemanden einlässt und diesen Jemanden, für den es dann die Welt geworden ist, nach einiger Zeit einfach sitzen lässt. Das ihn zerstört. Ihm sein scheiß Herz rausreißt, ohne mit der Wimper zu zucken.
Das Mädchen, das in der Hinsicht keine Reue kennt.
Weil sie die Liebe ebenso kennengelernt hat.
Schmerzhaft.
Reuelos.
Eiskalt.
Ich bin die Eiskalte, die dir den Rücken zukehrt und dich stehen lässt.
Bei der du mit der Zeit das Gefühl  bekommst, sie hat kein Herz.
Weil ich keines mehr habe.


Also überleg es dir besser zweimal, bevor du dich auf mich einlässt.
Du lässt dich auf den Teufel in Form eines Engels ein.

 

~ Ann-Kathrin Kälberer * 11. Dezember 2016 ~





























Zuletzt geändert: 22.05.2017 09:59:05

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